Wer kann fliegen ?

Frauen und Männer, alt und jung. Die Ausbildung kann mit 14 begonnen werden, es gibt aber auch Flugschüler, die 40 oder 50 Jahre alt sind. Voraussetzung ist körperliche Fitness, diese wird durch das Tauglichkeitszeugnis eines Fliegerarztes festgestellt.

Wann kann ich mit der Ausbildung beginnen?

Da bei uns die Ausbildung ganz individuell im Rahmen des normalen Wochenend-Flugbetriebs, nach Absprache auch werktags, stattfindet – jederzeit. Es gibt keine festen Kurse oder Startmonate.

Wie teuer ist Segelfliegen?

Für Flugschüler haben wir in den ersten zwei Jahren eine pauschalierte Regelung: 100 €/Monat oder 65,00 €/Monat für Jugendliche decken alle Kosten der Vereinsmitgliedschaft, Aufnahmegebühren und Flugzeiten der Segelflugzeuge. Hinzu kommt dann die Schleppgebühr von ca. 15 bis 18 €/Start. Ein Schüler macht im ersten Ausbildungsjahr pro Flugbetriebstag etwa 2 – 3 Starts, später weniger.

Das klingt auf den ersten Blick teurer als eine Windenstart-Schulung. Berücksichtigt man aber, dass jeder Flug nach einem Flugzeugschlepp mindestens 15 – 20 Minuten dauert, ein Flug nach einem Windenstart aber meistens bereits nach 4 oder 5 Minuten zu Ende ist, so sieht man, dass die Effizienz der Flugzeugschlepp-Schulung um ein Vielfaches höher ist. Tatsächlich muss ein Schüler bei dieser Methode auch nur etwa die Hälfte an Starts bis zum Flugschein absolvieren, bei etwa doppelter Anzahl von Flugstunden. Die Kosten sind damit unter dem Strich gesehen etwa gleich.

Für den fertigen Segelflugpiloten gilt: Ein Jahresbeitrag von 150 € für Jugendliche bis 21 Jahren, 300 € für Erwachsene, und eine Pauschale von 235 € für die Nutzung aller Segelflugzeuge des Vereins sind die Fixkosten. Von der Aktivität des Segelfliegers hängt der Gesamtaufwand für die Schleppgebühren ab, im Mittel kann man 18 € für einen Schlepp ansetzen. Aktive Segelflieger absolvieren 15 bis 30 Schlepps im Jahr, je nach Ausrichtung ihrer sportlichen Betätigung.

Wie zeitaufwändig ist die Ausbildung?

Wie viele Arbeitstunden muss ich im Jahr ableisten? Die Zeiten, zu denen jede freie Minute (und noch mehr) am Flugplatz verbracht werden musste, sind (Gott sei Dank –sagen die meisten, leider – denken noch manche) vorbei. Wenn man seine Ausbildung zügig abschließen will sollte man in der Sommerzeit aber am Wochenende einen Tag für die Schulung aufwenden. Die theoretische Ausbildung findet in Blöcken an Wochenenden statt, vorzugsweise in den Wintermonaten. In vielen Segelflugvereinen muss jedes Mitglied ca. 30 bis 60 Arbeitsstunden pro Jahr zur Instandhaltung von Flugplatz und Flugzeugen absolvieren. Bei uns sind
solche Arbeitsstunden nicht erforderlich, alle diese Arbeiten werden bei uns von Werftbetrieben oder eigenem Personal erledigt. Die Größe des Vereins macht‘s möglich, und die Kosten dafür sind in den Pauschalen enthalten. Bei zusätzlichen Arbeiten ist freiwillige Mitarbeit jedoch gerne gesehen.

Wie gefährlich ist Segelfliegen?

Da hilft kein Gerede, Fliegen ist natürlich gefährlicher als Halma- oder Schachspielen. Man bedient ein komplexes technisches Gerät in den Grenzen, die von der Physik vorgegeben sind, vergleichbar vielleicht mit Motorradfahren. Aber eine gute, systematische Ausbildung, gute Wartung des Gerätes sowie das Einhalten der technischen Grenzen und vor allem eine sicherheits- und verantwortungsbewusste Flugzeugführung lassen das Risiko des Segelfliegens auf das normale Lebensrisiko sinken. Jährlich werden die Segelflugzeuge von einem staatlich lizenzierten Prüfer, ähnlich dem TÜV für Autos, auf Lufttüchtigkeit untersucht.

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